Gewaltschutz: Resonanz in den Leitmedien

In den vergangenen zwei Wochen griffen zwei große Leitmedien unter Erwähnung der Schutz- und Beratungsangebote des Männerberatungsnetzwerkes in Dresden, Leipzig und Gera das Thema häusliche Gewalt gegen Männer auf. Wir bedanken uns beim Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (15. 04. 2017) sowie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (21. 04. 2017) über die bis auf kleinere, nicht zuletzt statistische, Darstellungsfehler ausgewogenen, umfangreichen Artikel.

Petition zur Einrichtung eines Hilfetelefons für „Gewalt gegen Männer“

Wir dürfen an dieser Stelle auf eine Petition zur Einrichtung eines Hilfetelefons für „Gewalt gegen Männer“ hinweisen, die seit Anfang April auf dem Bundestagsserver hinterlegt ist:

„Der Deutsche Bundestag möge beschließen auch ein Hilfetelefon für (Gewalt gegen) Männer einzurichten (bzw. zu fördern), ähnlich wie das – auch in Medien beworbene – (auch Online)“Hilfetelefon“ für (Gewalt gegen) Frauen. Männer bedürfen ja auch Hilfe, auch bei Gewalt und gerade diese brauchen niederschwellige Angebote, weil es für sie oft besonders schwer ist sich Hilfe zu suchen. Außerdem wird durch so ein Telefon, mit entsprechender Werbung, gegen das „Tabu-Thema“ Gewalt gegen Männer angegangen.“

Zur Petition bitte hier entlang.

Männerhaus Osterode: bis auf Weiteres keine Gewaltschutzarbeit möglich

Das Männerhaus Osterode kann aufgrund der versagten Finanzierung nach unlängst erfolgter Fusion der Landkreise Osterode und Göttingen bis auf Weiteres keine Gewaltschutzarbeit und damit Unterbringung von häuslicher Gewalt betroffener Männer mehr leisten. Im Hintergrund laufen jedoch die Verhandlungen für einen Fortbestand des Männerhauses weiter. Aktuelle Informationen zur Entwicklung veröffentlichen wir umgehend.

Männerschutzwohnung Dresden eröffnet

Nachfolgend verweisen wir auf die Pressemitteilung unserer Netzwerkpartner vom Dresdener Männernetzwerk und damit auf Zuwachs unseres Netzwerkes um eine Gewaltschutzwohnung für Männer in Sachsen:

„Am 01.02.2017 öffnet die Männerschutzwohnung Dresden für männliche Opfer häuslicher Gewalt und deren Kinder. Die Wohnung ist ein Projekt des Männernetzwerk Dresden e.V., sie startet gleichzeitig mit der des Kooperationspartners LEMann e.V. aus Leipzig.

Das Angebot greift in Fällen häuslicher Gewalt mit ihren Unterformen physischer, psychischer, sozialer und ökonomischer Gewalt. Zielgruppe sind männliche Erwachsene jeder Herkunft, sexuellen Orientierung und Identität, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind. Die Wohnung hat 3 Plätze. Männer und ggf. ihre Kinder können dort eine Übergangszeit von 3 Monaten verbringen. In dieser Zeit findet ein Clearing statt, Übergänge werden gestaltet und Themen geordnet. Der Ort der Wohnung wird nicht bekannt gegeben, Anonymität und Schutz der Bewohner stehen im Mittelpunkt.
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Häusliche Gewalt: LAG Jungen Männer Väter Mecklenburg-Vorpommern im TV-Profil

Wir weisen an dieser Stelle auf die am 02. 11. 2016 ausgestrahlte Sendung des Norddeutschen Rundfunks zur häuslichen Gewalt gegen Männer hin. Neben dem Bericht eines ehemals Betroffenen kommt Bernd Schröder von der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen Männer Väter Mecklenburg-Vorpommern mit seiner Forderung nach Hilfeeinrichtungen auch für Männer sowie Ausführungen über Erfahrungswerte betroffener Männer bei Behördenmeldungen und hinsichtlich der Konflikte mit gesellschaftlichen Rollenzuweisungen zu Wort. Zum Sendemitschnitt folgen Sie bitte diesem Link.

Männer als Betroffene häuslicher Gewalt im Fokus der Medien

Im Zuge des derzeit gesteigerten Medieninteresses am Themenkomplex männlicher Betroffenheit von häuslicher Gewalt wurden in den vergangenen Tagen gleich drei Sendungen mit Mitgliedern unseres Netzwerkes ausgestrahlt. Auftakt machte unter Beteiligung des Geraer Gleichmaß e. V. am 10. 10. 2016 das Radiofeature „Zeitfragen | Du darfst kein Opfer sein – Wenn Männer unter häuslicher Gewalt leiden“ auf Deutschlandradio Kultur, am 11. 10. 2016 strahlte ARD in seiner Sendung „Brisant“ einen Erfahrungsbericht über den Vorstand Hartmut Wolters unseres Mitgliedes „Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e. V.“ aus, gestern schlussendlich bekam im Rahmen der „Landesschau Baden-Württemberg“ auf SWR unser Pfullinger Mitglied, die Psychologin (M. Sc.) Sandra Hermann Gelegenheit, über Ihre Erfahrungen aus der Arbeit mit Betroffenen zu berichten.

Rückblick 22. / 23. 09. 2016: „Netzwerktreffen Männerschutzprojekte und Männerberatung“ in Leipzig

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Am 22. und 23. 09. 2016 verantwortete die Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen der Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen e. V. die erste und bislang einzige Fachtagung im deutschsprachigen Raum (zum Rückblick der Landesfachstelle bitte hier entlang), die eine Bündelung von und einen fachlichen Austausch für Gewaltschutzangebote(n) für Männer zum Inhalt hatte. Das Netzwerktreffen fand anlässlich des vor einem Jahr initiierten und formierten Männerberatungsnetzwerkes sowie der aktuellen Entwicklungen in Sachsen (Launch der Kampagne „Gib dich nicht geschlagen!“, bevorstehende Eröffnung zweier Gewaltschutzwohnungen in Dresden und Leipzig) statt.

Am Netzwerktreffen in Leipzig nahmen neben der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen Vertreter des / der / von Bundesforums Männer, LEmann e. V., Gleichmaß e. V., Männernetzwerkes Dresden e. V., Opferhilfe Sachsen e. V., Elure, SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e. V., Zwüschehalt Schweiz, ProMann, Familieninfotreff e. V., Vaeterland eG, Mogis e. V. sowie Manndat e. V. teil.

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Bundesforum Männer und Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen positionieren sich zum Thema Männerschutz

Wir freuen uns über zwei starke Positionierungen zum Thema Männerschutz.

Zum einen unterstützt das Bundesforum Männer den seitens der „Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen“ mit Hinblick auf die Entwicklung, Bedarfe und Aussichten des Männerberatungsnetzwerkes ausgerichteten Fachtag „Netzwerktreffen Männerschutzprojekte und Männerberatung“ am 22. und 23. 09. 2016 in Leipzig:

„…Mehr belastbares Wissen ist notwendig. In der öffentlichen Diskussion herrschen Stereotypisierungen von gewalttätigen Männern vor oder werden neue stereotype Bilder von Männern als Gewaltopfer gezeichnet. Das Bundesforum fordert mehr Forschung in diesem Bereich, um den Stereotypen eine differenzierte und faktengebundene Sichtweise entgegensetzen zu können. Gleichzeitig muss eine bundesweite Beratungs- und Hilfestruktur für betroffene Männer in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen, Gewaltbetroffenheiten und Krisen auf- und ausgebaut werden.

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